Freelance Stundensatz Rechner Deutschland (2026)

Berechne deinen Stundensatz auf Basis von Einkommen, Steuern und Ausgaben.

Freelance Stundensatz Rechner

Dein Stundensatz €0
Tagessatz €0
Monatsziel €0

Basierend auf typischen deutschen Freelance-Bedingungen · Quellen: § 32a EStG, § 19 UStG

Hinweis: Diese Berechnung dient nur zur Orientierung und stellt keine Steuerberatung dar. Für eine genaue Einschätzung wende dich bitte an einen Steuerberater.

Kostenlos · Kein Konto nötig · Sofortergebnis

So wird dein Stundensatz berechnet

Der Rechner verwendet eine einfache Formel, die drei Faktoren berücksichtigt, die jeder Freelancer in Deutschland einkalkulieren muss:

  • Steuern: Die Einkommensteuer in Deutschland liegt zwischen 14 % und 45 %, hinzu kommt die Umsatzsteuerpflicht ab Überschreiten der Kleinunternehmergrenze. 40 % ist ein sicherer Richtwert für mittel- bis gutverdienende Freelancer.
  • Betriebsausgaben: Kosten für Software, Hardware, Coworking, Buchhaltung und Versicherungen müssen durch deinen Stundensatz gedeckt sein – nicht aus deinem Privatvermögen.
  • Abrechenbare Zeit: Du rechnest nicht jede Arbeitsstunde ab. Nach Abzug von Urlaub (30 Tage), Krankheit (~10 Tage) und Verwaltungsaufwand bleiben typischerweise 200–220 abrechenbare Tage pro Jahr.

Die Formel

Gesamtbedarf  = Wunscheinkommen + Ausgaben
Bruttobedarf  = Gesamtbedarf ÷ (1 − Steuersatz)
Stundensatz   = Bruttobedarf ÷ (abrechenbare Tage × Stunden pro Tag)
Tagessatz     = Stundensatz × Stunden pro Tag

Wie du deinen Freelance-Stundensatz berechnest

Realistische abrechenbare Stunden

Ein häufiger Fehler von Freelancer-Einsteigern: Sie gehen davon aus, alle 260 Arbeitstage im Jahr abrechnen zu können. In der Praxis musst du einkalkulieren:

  • 30 Urlaubstage
  • ~10 gesetzliche Feiertage (je nach Bundesland)
  • ~10 Krankheitstage
  • 20–30 Tage für Akquise, Verwaltung und Leerlauf

Das ergibt realistisch 190–220 abrechenbare Tage pro Jahr – am Anfang oft noch weniger.

Steuern für Freelancer in Deutschland

Freelancer (Freiberufler oder Gewerbetreibende) zahlen in Deutschland:

  • Einkommensteuer: Progressiv, von 14 % bis 45 %
  • Solidaritätszuschlag: 5,5 % auf die Einkommensteuer ab einem bestimmten Betrag
  • Umsatzsteuer: 19 % werden vom Kunden erhoben und ans Finanzamt abgeführt – sofern du nicht Kleinunternehmer bist
  • Gewerbesteuer: Nur bei gewerblicher Tätigkeit (Gewerbe), typischerweise 7–17 %

Hinweis: Die Umsatzsteuer ist kein Einkommen – sie fließt direkt ans Finanzamt. Rechne sie nicht in deinen Stundensatz ein.

Typische Fehler bei der Stundensatz-Kalkulation

  • Nicht-abrechenbare Zeit wird vergessen
  • Betriebsausgaben werden ignoriert
  • Die Steuerlast im ersten Jahr wird unterschätzt
  • Ein marktüblicher Satz wird angesetzt, ohne zu prüfen, ob er die eigenen Kosten deckt
  • Der Satz wird nicht jährlich angepasst

Mehr Details? Zum vollständigen Stundensatz-Leitfaden für Deutschland →

Häufig gestellte Fragen

Welchen Stundensatz sollte ein Freelancer in Deutschland verlangen?

Der durchschnittliche Freelance-Stundensatz in Deutschland liegt zwischen 60 € und 150 €/Stunde – je nach Branche, Erfahrung und Spezialisierung. IT- und Tech-Freelancer erzielen häufig 90–150 €/Std., kreative oder unerfahrene Profile starten oft bei 50–80 €/Std. Nutze den Rechner oben, um deinen individuellen Satz zu ermitteln.

Wie viele abrechenbare Stunden kann ein Freelancer pro Jahr realistisch abrechnen?

Die meisten erfahrenen Freelancer rechnen realistisch 1.400–1.800 Stunden pro Jahr ab – das entspricht 175–220 Tagen bei 8 Stunden/Tag. Einsteiger rechnen oft weniger ab, da mehr Zeit für Akquise und Verwaltung anfällt. Der Rechner verwendet standardmäßig 220 Tage als realistischen Richtwert.

Wie viel Steuern zahlen Freelancer in Deutschland?

Freelancer in Deutschland zahlen typischerweise 30–45 % ihres Bruttoeinkommens an Steuern, inklusive Einkommensteuer, Solidaritätszuschlag und ggf. Gewerbesteuer. Der genaue Betrag hängt von Einkommenshöhe, abzugsfähigen Ausgaben und der Gewerbeanmeldung ab. Ein Steuerberater wird dringend empfohlen.

Welche Ausgaben sollte ich in der Kalkulation berücksichtigen?

Alle regelmäßigen Betriebskosten: Software-Abos, Hardware, Coworking oder Büromiete, Berufshaftpflicht, Buchhaltungskosten, Weiterbildung und Reisekosten. Typische Freelancer in Deutschland haben 3.000–10.000 € abzugsfähige Ausgaben pro Jahr. Trage sie in den Rechner ein, um einen genaueren Stundensatz zu erhalten.

Was ist die Kleinunternehmerregelung und wirkt sie sich auf meinen Stundensatz aus?

Die Kleinunternehmerregelung (§ 19 UStG) erlaubt Freelancern mit einem Umsatz unter 25.000 €/Jahr, keine Umsatzsteuer zu berechnen. Das kann bei Privatkunden vorteilhaft sein. Nachteil: Du kannst die Vorsteuer aus Betriebsausgaben nicht zurückfordern. Geschäftskunden bevorzugen meist eine Rechnung mit Umsatzsteuer, da sie diese selbst abziehen können.

Muss ich als Freelancer in Deutschland ein Gewerbe anmelden?

Das hängt von deiner Tätigkeit ab. Freiberufler – z. B. Ärzte, Anwälte, Journalisten, Ingenieure und IT-Berater – müssen kein Gewerbe anmelden und zahlen keine Gewerbesteuer. Wer gewerblich tätig ist, muss sich beim Gewerbeamt anmelden. Im Zweifel einen Steuerberater fragen.

Wie oft sollte ich meinen Stundensatz erhöhen?

Überprüfe deinen Satz mindestens einmal jährlich. Berücksichtige Inflation, wachsende Erfahrung, steigende Kosten und Marktvergleiche. Viele Freelancer erhöhen ihren Satz jährlich um 5–15 %. Am einfachsten geht das bei Bestandskunden vor Beginn eines neuen Projekts.

Soll mein Stundensatz für alle Kunden gleich sein?

Nicht unbedingt. Viele Freelancer berechnen unterschiedliche Sätze je nach Projektkomplexität, Kundentyp (Agentur vs. Direktkunde), Dringlichkeit oder Vertragslaufzeit. Große Unternehmen akzeptieren – und erwarten – oft höhere Sätze. Langfristige Verträge können einen kleinen Rabatt im Tausch gegen Planungssicherheit rechtfertigen.

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