Betriebsausgaben für Freelancer – Deutschland (2026)

Was du absetzen kannst, um deine Steuerlast zu senken.

Betriebsausgaben reduzieren dein zu versteuerndes Einkommen direkt – also weniger Steuern. Als Freelancer in Deutschland kannst du eine Vielzahl von Kosten absetzen. Hier ein Überblick.

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Häufig absetzbare Betriebsausgaben

Homeoffice (Homeoffice-Pauschale)

Seit 2023 beträgt die Homeoffice-Pauschale 6 € pro Tag, maximal 1.260 €/Jahr (210 Tage). Wer ein dediziertes Arbeitszimmer hat, kann stattdessen den anteiligen Miet- und Nebenkostenanteil absetzen – whichever is higher.

Hardware und Ausstattung

  • Computer, Laptops, Monitore: voll absetzbar (bis 800 € netto sofort; darüber hinaus über 3 Jahre abgeschrieben)
  • Smartphones und Tablets mit beruflichem Einsatz (anteilig nach Nutzungsverhältnis)
  • Kameras, Mikrofone und andere Berufsausstattung

Software und Abonnements

  • Design-Tools (Figma, Adobe Creative Cloud)
  • Entwickler-Tools und IDEs
  • Projektmanagement-Apps (Notion, Linear, Jira)
  • Cloud-Speicher und Hosting
  • Fachliche Mitgliedschaften und Datenbanken

Professionelle Dienstleistungen

  • Steuerberaterhonorare: 100 % absetzbar
  • Buchhaltungssoftware (DATEV, Lexoffice, Fastbill)
  • Rechtsberatung mit Bezug zur beruflichen Tätigkeit

Versicherungen

  • Berufshaftpflichtversicherung – dringend empfohlen und voll absetzbar
  • Anteilige Krankenversicherungsbeiträge mit beruflichem Bezug (teilweise absetzbar)

Reise und Transport

  • Kundenbesuche: Bahn, Flug, Taxi – alles absetzbar
  • PKW-Nutzung: 0,30 €/km (Kilometerpauschale) für Geschäftsreisen
  • ÖPNV-Fahrkarten für Geschäftsreisen

Weiterbildung und Fachliteratur

  • Online-Kurse, Workshops, Konferenzen
  • Fachbücher, Zeitschriften und Fachliteratur
  • Sprachkurse mit beruflichem Bezug

Coworking und Büro

  • Coworking-Space-Mitgliedschaften: voll absetzbar
  • Besprechungsraum-Buchungen
  • Büromaterial (Papier, Druckerverbrauchsmaterial)

Marketing und Geschäftsentwicklung

  • Website-Hosting und Domain-Gebühren
  • Portfolio oder persönliche Website
  • Visitenkarten und Branding-Materialien
  • LinkedIn Premium oder ähnliche Netzwerk-Tools für berufliche Zwecke

Was NICHT absetzbar ist

  • Private Mahlzeiten (außer bei Kundenterminen mit entsprechender Dokumentation)
  • Kleidung (außer Schutz- oder Berufskleidung)
  • Private Reisen, die mit Geschäftsreisen gemischt werden, ohne klare Trennung
  • Bussen und Strafen

Wie hoch sind typische Ausgaben?

Ein typischer Freelancer in Deutschland hat 3.000–10.000 € abzugsfähige Ausgaben pro Jahr. Bei einem effektiven Steuersatz von 40 % sparen 5.000 € an Ausgaben rund 2.000 € Steuern. Deshalb lohnt es sich, Ausgaben konsequent zu erfassen.

So erfasst du deine Ausgaben

  • Jeden Beleg aufbewahren – digital ist ausreichend (GoBD-konform eingescannt)
  • Buchhaltungssoftware nutzen: Lexoffice, Fastbill oder Debitoor
  • Fahrtenbuch für Geschäftsreisen führen
  • Vierteljährliche Rücksprache mit dem Steuerberater

Steuerrecht ändert sich regelmäßig. Prüfe die Absetzbarkeit direkt in den offiziellen Quellen unten.