Investitionsrechner
Schritt 1: Anlageziel wählen
Schritt 2: Rahmenbedingungen eingeben
Ansparphase: 30 Jahre (bis 65) · Auszahlplan: 65–85
Schritt 3: Szenarien
Beinhaltet simulierten Kursrückgang von –30% (ETF) bzw. –20% (Altersvorsorgedepot) am Ende des Anlagezeitraums.
Ergebnisse
Auszahlplan 20 Jahre (65–85): feste monatliche Entnahme, Restkapital bleibt zum eingegebenen Zinssatz investiert, Saldo = 0 mit 85.
Feste monatliche Entnahme über 20 Jahre; Restkapital bleibt investiert. Saldo = 0 mit 85.
Entnahme für selbstgenutztes Wohneigentum ist nicht förderschädlich – keine Zulagerückforderung. Besteuerung über Wohnförderkonto auf 5 Jahre verteilt.
Nach Wohnförderkonto-Steuer (Gewinne + Zulagen × persönl. Steuersatz, auf 5 Jahre verteilt). Einzahlungen bleiben steuerfrei.
Du zahlst nach dem Hauskauf weiter ein (€0/Monat) und baust dir bis 65 neu eine Rente auf.
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Vermögensentwicklung über Zeit
Endkapital-Zusammensetzung
Was ist ein Altersvorsorgedepot?
Das Altersvorsorgedepot ist ein von der deutschen Bundesregierung geplantes staatlich gefördertes Wertpapierdepot für die private Altersvorsorge. Es soll die Lücke zwischen klassischen Riester-Produkten und einem freien ETF-Depot schließen.
Im Kern funktioniert das Modell so: Wer regelmäßig in ETFs oder Fonds einzahlt, erhält einen staatlichen Zuschuss – ähnlich wie bei der Riester-Rente, aber mit deutlich mehr Flexibilität bei der Wahl der Anlageprodukte.
Steuerliche Behandlung
Kapitalerträge im Altersvorsorgedepot sind bis zur Auszahlung steuergestundet. Das bedeutet: Während der Ansparphase fallen keine Abgeltungssteuern an. Erst bei der Entnahme im Rentenalter wird das Kapital (vereinfacht) besteuert – zu einem dann oft niedrigeren persönlichen Steuersatz.
Staatliche Förderung (Zulage)
Die Grundzulage ist gestaffelt: Auf die ersten €360 / Jahr (€30 / Monat) gibt es 50 % Zuschuss (max. €180). Auf weitere Einzahlungen bis zu €1.800 / Jahr gibt es 25 % Zuschuss (max. €360). Die maximale Grundzulage beträgt €540 / Jahr. Zusätzlich gibt es €300 / Kind / Jahr als Kinderzulage. Es gibt keine Einkommensgrenzen – die Förderung ist für alle Anspruchsberechtigten gleich.
Das Gesetz wurde am 27. März 2026 vom Bundestag beschlossen. Inkrafttreten: 1. Januar 2027.
ETF-Depot vs. Altersvorsorgedepot
Beide Optionen können in ETFs investieren – der entscheidende Unterschied liegt in Steuerbehandlung, Flexibilität und staatlicher Förderung.
ETF-Depot
- Volle Flexibilität: Einzahlungen und Entnahmen jederzeit möglich
- Abgeltungsteuer auf Kapitalerträge (25 % + Soli), mit 30 % Teilfreistellung für Aktien-ETFs
- Kein staatlicher Zuschuss
- Ideal für mittelfristige Ziele oder als ergänzende Anlage
Altersvorsorgedepot
- Staatliche Grundzulage bis zu €540 / Jahr + €300 / Kind / Jahr
- Keine Abgeltungsteuer während der Ansparphase – Steuerstundung bis zur Auszahlung
- Bei Auszahlung: nur 50 % der Kursgewinne steuerpflichtig (Halbeinkünfteverfahren, ab 12 Jahren Haltedauer)
- Weniger flexibel – Kapital regulär erst ab 65 verfügbar (Ausnahme: Eigenheim)
- Besonders vorteilhaft bei langer Laufzeit (>20 Jahre)
Für junge Menschen mit langem Anlagehorizont kann das Altersvorsorgedepot durch die Kombination aus Zuschuss und Steuergestundung langfristig mehr Kapital aufbauen als ein reines ETF-Depot.
Wie wird die monatliche Rente berechnet?
Die angezeigte monatliche Rente basiert auf einem Auszahlplan (Entnahmeplan): Das Kapital mit 65 bleibt investiert und wird über 20 Jahre (bis 85) in gleichbleibenden monatlichen Raten entnommen. Am Ende ist das Depot auf null.
Die Formel
Der Rechner verwendet die Standard-Rentenformel:
Dabei ist r die eingegebene jährliche Rendite (z. B. 7 %) und 240 die Anzahl der Monate (20 Jahre × 12). Das bedeutet: Das Restkapital wächst weiter, während du monatlich entnimmst – deshalb kannst du insgesamt mehr herausnehmen als das Startkapital.
Beispiel: €700.000 bei 7 % Rendite
- Monatliche Rate r/12 = 0,583 %
- Monatsrente ≈ €5.427 / Monat
- Gesamtauszahlung über 20 Jahre ≈ €1.302.000
- Davon Zinsen während der Entnahmephase ≈ €602.000
Hinweis zur Rendite in der Entnahmephase
Der Rechner verwendet denselben Zinssatz für Anspar- und Entnahmephase. Das ist der optimistische Fall. Finanzexperten (Finanztip, Stiftung Warentest) empfehlen für die Planung eher 4–5 % in der Entnahmephase, weil schlechte Börsenjahre am Anfang der Rente das Depot dauerhaft schädigen können (Sequence-of-Returns-Risiko). Probiere im Rechner also auch konservativere Werte aus.
| Angenommene Rendite | Monatsrente aus €700k |
|---|---|
| 4 % | ca. €4.242 / Monat |
| 5 % | ca. €4.620 / Monat |
| 6 % | ca. €5.015 / Monat |
| 7 % | ca. €5.427 / Monat |
Bausparvertrag vs. Altersvorsorgedepot – für den Hauskauf
Beide Produkte können Eigenkapital für eine Immobilie aufbauen – aber sie lösen unterschiedliche Probleme.
Das Wichtigste beim Bausparvertrag: das Bauspardarlehen
Ein Bausparvertrag besteht aus zwei Phasen: Du sparst zunächst einen Teil der Bausparsumme an (Sparphase), und hast danach das Recht auf ein Darlehen zum heute vereinbarten Zinssatz (Darlehensphase) – unabhängig davon, wie hoch die Marktzinsen dann sind.
Aktuelle Bauspardarlehens-Zinsen liegen bei ca. 2,5–3,5 % effektiv. Sind Hypothekenzinsen zum Kaufzeitpunkt bei 4–5 % (wie 2022–2024), kann ein vorher gesicherter Bausparzins erheblich Geld sparen. Dieses "Zinsjoker"-Prinzip hat kein Äquivalent im Altersvorsorgedepot oder ETF-Depot.
Staatliche Förderung beim Bausparvertrag
- Wohnungsbauprämie: 10 % auf bis zu €700 / Jahr Spareinlagen = max. €70 / Jahr (Alleinstehende) bzw. €140 / Jahr (Paare). Einkommensgrenze: €35.000 / €70.000 zu versteuerndes Einkommen.
- Arbeitnehmer-Sparzulage: 9 % auf vermögenswirksame Leistungen (VL) in Bausparverträge, max. ca. €43 / Jahr. Einkommensgrenze seit 2024: €40.000 / €80.000 – jetzt für deutlich mehr Arbeitnehmer zugänglich.
Wichtig: Diese Förderungen sind deutlich niedriger als die Grundzulage des Altersvorsorgedepots (max. €540 / Jahr, einkommensunabhängig).
Nachteile des Bausparvertrags
- Guthabenzins in der Sparphase: meist 0,01–0,9 % p.a. – effektiv nahe null
- Abschlussgebühr: 1,0–1,6 % der Bausparsumme sofort fällig (z. B. €1.000–€1.600 bei €100.000 Bausparsumme)
- Wartezeit bis zur Zuteilung: typisch 5–10 Jahre, gesetzliches Minimum 18 Monate
- Ohne Darlehensnutzung und Subventionen ist der Bausparvertrag ein Verlustgeschäft (Quelle: Finanztip, Stiftung Warentest)
Altersvorsorgedepot als Alternative für den Hauskauf
- Höhere staatliche Förderung (bis zu €540 / Jahr Grundzulage + Kinderzulagen), keine Einkommensgrenze
- ETF-Renditen statt Nullzins in der Sparphase
- Eigenheim-Entnahme ist nicht förderschädlich – keine Rückforderung der Zulagen
- Kein Zinsschutz: Du baust mehr Eigenkapital auf, brauchst aber trotzdem einen Kredit zu dann geltenden Marktzinsen
Fazit: Zusammen nutzen
Das Altersvorsorgedepot baut durch höhere Förderung und ETF-Renditen mehr Eigenkapital auf. Wer sich zusätzlich gegen steigende Zinsen absichern will, kann parallel einen kleinen Bausparvertrag abschließen – nicht für die Sparrendite, sondern für den Darlehensanspruch zu heute gesichertem Zinssatz.
Wann welche Option?
Kurz- bis mittelfristig (<10 Jahre)
Bei kürzeren Anlagehorizonten ist der Bausparvertrag die sicherere Wahl. ETFs können über 10 Jahre starke Verluste zeigen (vgl. Finanzkrise 2008, COVID-Crash 2020). Wer das Geld in absehbarer Zeit benötigt, sollte auf garantierte Zinsen setzen.
Langfristig (>20 Jahre)
Mit einem langen Anlagehorizont hat das ETF-Depot oder das Altersvorsorgedepot den klaren Vorteil: Schwankungen können ausgesessen werden, und der Zinseszinseffekt entfaltet seine volle Wirkung. Historisch hat ein breit gestreutes ETF-Portfolio über 20+ Jahre kaum je negative Gesamtrenditen gezeigt.
Immobilienkauf
Für den gezielten Aufbau von Eigenkapital für eine Immobilienfinanzierung ist der Bausparvertrag am direktesten geeignet: feste Zinsen, klares Enddatum, und viele Finanzierungsmodelle setzen explizit einen Bausparvertrag voraus.
Fazit
- Altersvorsorge langfristig: ETF-Depot oder Altersvorsorgedepot
- Immobilienkauf: Bausparvertrag als Basis, ETF als Ergänzung
- Flexibilität bewahren: ETF-Depot ohne Bindung
Häufig gestellte Fragen
Was ist ein Altersvorsorgedepot?
Das Altersvorsorgedepot ist ein staatlich gefördertes Wertpapierdepot für die private Altersvorsorge. Es soll ähnlich wie ein Riester-Produkt funktionieren, jedoch flexibel in ETFs investierbar sein. Beiträge werden mit einem staatlichen Zuschuss gefördert, Gewinne sind bis zur Auszahlung steuergestundet.
Wie viel Zuschuss gibt es beim Altersvorsorgedepot?
Die Grundzulage ist gestaffelt: 50 % auf die ersten €360 / Jahr (max. €180) und 25 % auf €361–€1.800 / Jahr (max. €360) – insgesamt maximal €540 Grundzulage pro Jahr. Dazu kommen €300 Kinderzulage pro Kind und Jahr. Es gibt keine Einkommensgrenzen. Das Gesetz wurde am 27. März 2026 vom Bundestag beschlossen, Inkrafttreten: 1. Januar 2027.
Kann ich das Altersvorsorgedepot für einen Hauskauf nutzen?
Ja – eine Entnahme für selbstgenutztes Wohneigentum ist ausdrücklich nicht förderschädlich. Die staatlichen Zulagen müssen nicht zurückgezahlt werden. Die Besteuerung des entnommenen Kapitals erfolgt über das sogenannte Wohnförderkonto, verteilt auf 5 Jahre. Eine Entnahme ist jederzeit möglich, nicht erst mit 65.
Wann lohnt sich ein Bausparvertrag?
Ein Bausparvertrag lohnt sich vor allem wegen des Bauspardarlehens: Du sicherst dir heute einen festen Darlehenszins (aktuell ca. 2,5–3,5 % effektiv), egal wie hoch die Hypothekenzinsen zum Kaufzeitpunkt sind. Die Sparrendite selbst (0,01–0,9 % p.a.) ist minimal. Ohne Nutzung des Darlehens und ohne staatliche Förderung (Wohnungsbauprämie max. €70–140 / Jahr, Arbeitnehmer-Sparzulage max. €43 / Jahr) ist er ein Verlustgeschäft. Gut geeignet für alle, die in 5–10 Jahren kaufen wollen und sich gegen steigende Zinsen absichern möchten.
Wie wird die monatliche Rente berechnet?
Der Rechner verwendet einen Auszahlplan über 20 Jahre (65–85). Das Kapital bleibt investiert und wird in gleichbleibenden Monatsraten entnommen, bis das Depot mit 85 auf null ist. Formel: Monatsrente = Kapital × (r/12) ÷ (1 − (1 + r/12)^−240). Weil das Restkapital weiter wächst, kannst du insgesamt mehr entnehmen als das Startkapital – bei €700k und 7 % Rendite rund €5.427/Monat (ca. €1,3 Mio. gesamt). Mehr dazu weiter unten.
Wie realistisch ist eine ETF-Rendite von 7 %?
Der MSCI World hat über die letzten 30 Jahre durchschnittlich ca. 7–8 % p.a. nominal erzielt. Die 7 % sind ein verbreiteter Richtwert für langfristige Planung, aber keine Garantie. Kurzfristig können die Schwankungen erheblich sein – Rückgänge von 30–50 % in Crashphasen sind historisch belegt.
Was passiert bei einem Marktcrash?
Bei Aktivierung der Crash-Simulation wird das Endkapital des ETF-Depots um 30 % und das des Altersvorsorgedepots um 20 % reduziert. Der Bausparvertrag ist nicht betroffen, da sein Zins garantiert ist. Die Simulation zeigt das Worst-Case-Szenario kurz vor Laufzeitende.
Alle Angaben ohne Gewähr. Diese Berechnung dient ausschließlich zu Informationszwecken und stellt keine Finanz- oder Anlageberatung dar. Sonderfälle werden nicht berücksichtigt. Regulierungen können sich ändern.